1. KI als Hebel für Klimagerechtigkeit
Die Klimakrise trifft marginalisierte Communities am härtesten. Doch KI kann hier helfen:
Tools wie WattTime nutzten Satellitendaten und Machine Learning, um 352 Millionen globale Emissionsquellen in Echtzeit zu tracken – eine Technologie, die auch Münchens Müllmanagement revolutioniert hat.
„Algorithmen sind neutrale Werkzeuge. Doch wer sie kontrolliert, entscheidet, wem sie dienen.“
2. Wohnraum für alle: Generative KI im Sozialbau
Die Wohnungskrise trifft Geringverdiener:innen besonders stark. Generative KI bietet Lösungen:
Projekte wie Agrimetrics analysieren Bodenpreise und Baugenehmigungen, um kostengünstige Wohnkonzepte zu entwickeln. In Berlin testen wir ähnliche Modelle für sozialen Wohnungsbau.
Ein Münchner Pilotprojekt nutzt KI, um Leerstände in Luxusimmobilien zu identifizieren und in bezahlbare Wohnungen umzuwandeln – ein Ansatz, der 2025 200 Familien ein Zuhause gab.
3. Aktivismus 2.0: Wie KI Proteste stärkt
FactStream: Dieses Tool checkt Politiker:innen-Aussagen in Echtzeit – genutzt bei der EU-Wahlkampagne 2024, um Falschinformationen zu entlarven.
Geneva: Eine KI-basierte Software, die Zensur in autoritären Regimen umgeht. Sie half uns, während der Proteste in Belarus sichere Kommunikationskanäle aufzubauen.
Debunk.eu: Ein europäisches Projekt, das mit NLP (Natural Language Processing) Desinformationsnetzwerke aufdeckt – ein Modell, das wir für Klimaleugner:innen adaptierten.
4. Risiken: Wenn Algorithmen Ungleichheit zementieren
KI ist kein Allheilmittel. Ohne kritische Kontrolle reproduziert sie Machtstrukturen:
Bias in Sozialhilfe: Eine OECD-Studie zeigt, dass KI-Systeme bei der Bewilligung von Mindestlohnanträgen oft rassistische und genderbezogene Vorurteile verstärken.
„Predictive Policing“: In München blockierten wir 2023 den Einsatz eines Algorithmus, der Stadtteile mit hohem Migrant:innen-Anteil pauschal als „Kriminalitäts-Hotspots“ markierte.
„Formale Fairness reicht nicht. KI muss substanziell gerecht sein – oder sie wird zum Werkzeug der Unterdrückung.“ (vgl. Harvard-Studie zur algorithmischen Fairness)
5. Lösungsansätze: So wird KI zum Gemeingut
a. Open Source für alle
Plattformen wie Hugging Face oder BLOOM ermöglichen es Communities, KI-Modelle ohne Budgetgrenzen zu nutzen. Mein Tipp: Lokale Hackathons, bei denen Aktivist:innen und Entwickler:innen Tools für konkrete Probleme bauen – wie unser „Klima-Dashboard“ für Münchner Schulen.
b. Ethik-Rahmen mit Zähnen
Transparente Datensätze: RECUP setzt KI nur ein, wenn Trainingsdaten öffentlich einsehbar sind.
Zivilgesellschaftliche Kontrollgremien: In unserem Bündnis fordern wir KI-Audits durch unabhängige NGOs.
c. Bildung als Schlüssel
Workshops wie „AI for Activists“ vermitteln Basiswissen – etwa wie man Algorithmen für Petitionen nutzt oder Social-Media-Kampagnen optimiert.
6. Mein Appell: KI muss aktivistisch gedacht werden
KI ist kein Ersatz für Straßenproteste – aber sie kann sie verstärken. Als ich 2024 die „Lichtermeer für Demokratie“-Demo organisierte, halfen uns Algorithmen, Routen zu planen und Teilnehmer:innen sicher zu koordinieren. Gleichzeitig kämpfen wir gegen Tech-Konzerne, die KI zur Überwachung einsetzen.
„Die Frage ist nicht, ob KI mächtig ist. Die Frage ist: Wer kontrolliert sie – und für wen?“
